1900-1918:

In der Zeit vom 05.-07. August 1905 fand das Jubiläum zum 25jährigen Bestehen des Turnvereins statt. Der Verein hatte zu dieser Zeit 106 Mitglieder und 6 Ehrenmitglieder. An dem Jubiäum, das durch Regen sehr beeinträchtigt wurde, nahmen 19 Turnvereine als Gäste teil.

Ein besonderer Höhepunkt für den Verein war das am 25. und 26. August 1907 veranstaltete Fest zur Weihe der neuen Schule, zu dem ein Festwagen gestellt wurde.

Während es bis zum Jahre 1908 die Vorturner alljährlich von der Hauptversammlung gewählt wurden, wurde am 01. Januar 1909 eine sogenannte Vorturnerschaft gegründet. Es wurde damit eine qualifiziertere Tätigkeit erreicht.

Am 28. August 1909 gab der Vereinsvorsitzende Max Seifer bekannt, dass der Gastwirt Ferdinand Öhler den Saal nicht mehr zum Turnen zur Verfügung stellte. Als Begründung wurde mangelnde Unterstützung durch den Verein angegeben. In der am 11. September 1909 einberufenen Generalversammlung wurde mit 63 gegen 5 Stimmen beschlossen, eine eigene Turnhalle zu bauen. Der endgültige Beschluss zum Bau der  Turnhalle wurde allerdings erst am 03. Juni 1911 im Rahmen einer Hauptversammlung gefasst.

1910 wurde von der Gemeinde Reuth ein Turnplatz hinter der alten Schule erworben. Es waren dabei folgende Bedingungen zu erfüllen:

1. Der Verein soll den Platz, die Geräte und die evt. zu erbauende Turnhalle den Schulkindern mit zur Verfügung stellen.

2. Der Platz soll auch der hiesigen Pflichtfeuerwehr zu den jährlichen 4-5 Übungen überlassen werden.

Ursprünglich hatte man den Bau der Turnhalle mit Wirtschaftsgebäude geplant. Aus Kostengründen und da keine Schankerlaubnis erteilt worden war, wurde aber nur eine Turnhalle erbaut. Der Bau selbst wurde in der Zeit von Juni bis November 1911 durch die Firma Albin Schenker, Neumark durchgeführt. Der Baupreis betrug einschließlich des Kaufpreises für den Turnplatz 16.736,39 Reichsmark.

Am 19. November 1911 konnte bereits Einzug gehalten werden, die Einweihung selbst fand allerdings erst am 16. Juni 1912 statt.

Aus dem Jahre 1913 ist zu vermerken, dass der bekannteste Reuther Turner, Fritz Schenker, bei einem Wettturnen in Reichenbach als Sieger hervorging, ein Erfolg, den er bei einem Gauturnfest wiederholen konnte.

1913 fand in Leipzig ein Turnfest statt, das von einer 20 Mann starken Delegation der Reuther Turner besucht wurde.

Aus den Vereinsunterlagen geht nicht hervor, dass man von einer drohenden Kriegsgefahr ausging, doch am 02. August 1914 war es dann soweit. Es folgte die Mobilmachung und der 1. Weltkrieg hatte begonnen. Er sollte auch große Opfer unter den Reuther Sportlern fordern. Nach anfänglicher Begeisterung wurde der Ernst der Situation immer klarer. Der Verein zählte damals 138 ordentliche Mitglieder, von denen 115 Mann zur Kaiserlichen Aremee eingezogen worden sind (83,3%). Der Turnbetrieb musste daraufhin bald eingestellt werden. 23 Turner ließen im Krieg ihr Leben.

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